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Dominique, die Weddingplanerin

Einmal war ich zu einer Hochzeit eingeladen. Ein alter Kamerad traute sich. Und auch wenn ich kein Freund festlicher Anlässe und noch weniger Freund weiter Wochenendreisen bin, beschloss ich, der Veranstaltung der alten Zeiten wegen beizuwohnen. Irgendwie besitze ich wohl eine sehr ausgeprägte nostalgische Ader. Auf der Feier war ich an einem Tisch mit Arbeitskollegen der Braut untergebracht. Da leider keine der anwesenden Damen auch nur im entferntesten Ähnlichkeit mit Dominique hatte und auch sonst keine wirklich mein Interesse wecken konnte, musste ich mich den Abend über eben anderweitig beschäftigen, ohne dabei ständig über Dominique nachzudenken oder anderen von ihr zu erzählen. Ich sah mich um und begann, mich näher mit der prunkvoll ausgerichteten Feier zu beschäftigen. Hinter so einem grossen Event steckt bestimmt eine sehr durchdachte und detaillierte Planungsarbeit. Ähnlich, wie sie auch im Beruf von Dominique und mir wieder und wieder verlangt wurde und an den Tag gelegt werden musste. Da ich gerne im Voraus Bescheid weiss, was mich erwartet, wollte ich also schon mittags Informationen über den weiteren Tagesablauf einholen und informiert sein, was wann und wie geplant sei und wann ich beispielsweise etwa mit welchem Essen rechnen könnte und welche Gänge und Bestandteile dafür genau vorgesehen wären. Da ich ja nun abgesehen von meinem Bekannten niemanden kannte, erkundigte ich mich bei dessen Braut, da in meinem schlichten Weltbild nur eine Frau für die Vorbereitung und Bereitstellung von Nahrungsmitteln zuständig sein könnte. Sie teilte mir mit, dass sie das auch nicht so wirklich genau wisse, weil sie die Organisation an eine gute Freundin übertragen hätte, die für alle Belange die Vollmacht habe und die Ansprechpartnerin sei, da man dies bei der eigenen Hochzeit schwerlich selbst erledigen könnte. Die Dame wurde mir sodann vorgestellt und in einem netten Gespräch stand sie mir Rede und Antwort. Dabei wurde rasch klar, dass für das Gelingen einer solchen Feier eine gute und verantwortungsbewusste Organisation das A und O ist. Eigentlich schon an diesem Abend, spätestens jedoch auf der Rückfahrt am nächsten Tag, konkretisierte sich in meinem Kopf dann ein Bild, wie es später, wenn  ich selbst ins heiratsfähige Alter komme und einer jungen, charmanten, attraktiven, intelligenten rothaarigen Dame das Ja-Wort geben möchte, einmal ablaufen soll. Wer, ja wer, aus meinem Umfeld verfügt über das nötige Talent, mein absolutes Vertrauen, und käme dafür in Frage? Wie gut, dass Dominique so ganz nebenbei auch eine ausgebildete Eventmanagerin ist. Sie, nur sie allein, dürfte wohl dazu in der Lage sein, ein Fest so zu gestalten, dass es ohne mein Zutun trotzdem meine vollste Billigung findet und meinen Bedürfnissen entspricht. Am Montagmorgen berichtete ich also Dominique von meinem Hochzeitstrip und meinem Plan, dass sie eines Tages entscheidenden Anteil am Gelingen meiner Ehe haben sollte. Dominique überlegte kurz, und stimmte dann aber zu, irgendwann bei Bedarf meine Weddingplanerin zu geben. Das beruhigt mich sehr und ich weiss, dass sie absolut die Richtige für den Job ist, ich ihr nur das Budget geben muss, und dann wird es gewiss ein unvergesslicher Tag. Unvergesslich natürlich aber auch schon deshalb, weil Dominique dann an diesem Tag mit mir und für mich arbeiten wird. Meine Freude über diesen Umstand teilte ich natürlich bei nächster Gelegenheit auch Johanna mit. Diese sah meinen Plan jedoch eher skeptisch und machte mich darauf aufmerksam, dass es ja durchaus im Bereich des Möglichen liegen könnte, dass meine potentielle zukünftige Braut gar nicht möchte, dass Dominique auf der Hochzeit herumwuselt als meine engste Bezugsperson. Diese Sorge Johannas konnte ich aber gleich ganz schnell entkräften. Denn wenn eine Frau nicht die permanente Anwesenheit von Dominique auf unserer Hochzeit und bei den Vor- und Nachbereitungen dulden kann, dann wird sie wohl sicher nicht die Richtige für mich sein und keineswegs in den engere Wahl für ein gemeinsames Leben kommen, gleichwohl wie rot ihre Haare auch immer sein mögen.     

30.10.14 21:15
 
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